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Unendlich müde

Zwei Spiegel einer Seele, die in die Leere starren. Von allen Wundern dieser Welt und dieser Zeit unbeeindruckt retten sie sich ins Nichts, suchen Oberflächen und meiden die Tiefe. Ein einst seltener Gesichtsausdruck prägt heute die Züge vieler verlorener Menschen. Unbewegliche Münder, erschlaffte Mienen und versteifte Nacken. Leere Bulbi richten sich auf Bildschirme, Wände, kalte, geometrische Bilder, blasse Pastellfarben - als hätte der Fortschritt sie den Geist gekostet. Als wäre mit dem Wachstum das unaufhaltsame Leben aus den unglücklichen Körpern der Zurückgebliebenen ins unerreichbare All hinausgeschossen. Zurückgelassene Kinder des Aufschwungs beobachten besorgt das Schaukeln äonenlang unüberdachter Konzepte. Alles dreht sich um sie und im Schwindel des Sogs verschwimmen ihre Grenzen. Sie protokollieren ihren stetigen Verfall. Das gefällt ihnen. Verantwortung auf der Brust und Schuld auf dem Rücken wollen sie den Gipfel ungeahnter Möglichkeiten erklimmen, den sie von Postkasten kennen. Postkarten, reich ausgeschmückt mit Musik, bewegten sowie unbewegeten Bildern und abenteuerlichen Geschichten. Die Kinder der heutigen Zeit weinen ein Meer aus Träumen und verlieren den Boden unter den Füßen. Ihre Augen konvergieren auf Anhöhen, auf denen das Gras grüner und die Menschen freier zu sein scheinen. Die Kinder unserer Zeit können alles sehen. Ihr Blick geht ins Unendliche und kommt nie wieder. Das Wesentliche verschwimmt. Die Kinder kennen sich nicht mehr, weil ihre Festplatten mit externen Inhalten vollgestopft sind, während der interne Speicher bei jeder Sommerkollektion neu formatiert wird. Blind und sich selbst aufopfernd besteigen die Seemänner den Berg und brechen sich bei schmerzhaften Stürzen ihr Stützskelett. Von den Anhöhen schallt freiheitliches Gelächter zu ihnen hernieder. Einige Verwundete erreichen schließlich doch noch ungeahnte Höhen, wo sie im Stützkorsett spazieren geschoben werden. Früher konnten sie fliegen, aber sie entschieden sich für ihren Niedergang.

Das ist alles zu laut.

P.S.: A. grüßt Klaus K.

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Winterferien 2012 - gespielte Titel:

  1. Ico(PS3)
  2. Flower(PS3)
  3. Journey(PS3)
  4. Rayman Origins(PS3)
  5. Shadow Of The Colossus(PS3)
  6. Mirror’s Edge(PS3)
  7. TES IV: Oblivion(PC)
  8. Limbo(PC)
  9. Dear Esther(PC)
  10. Stacking(PS3)

5,6,7 und 10 waren durchschnittlich

1,2,3,4,8 und 9 waren prägend

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in hate and fear of halting tension

und was man sagt, das hört er nicht
er spricht, nur machen will er schlicht
was angedacht; in seiner ganz fatalen pracht

da schwebt es, das ergebnis
drohend; da, ein wolkenriss
ach was – es rollt schon, das verdammte fass

bis’s berstend aufschlägt, abgrundtief
wo sich das schicksal hin verlief
zerkeilt’s das schiff am klaren riff

und träume plärren über bord
mit ihnen schwimmt die hoffnung fort
auf and’re zeiten. vielleicht tut man ja daran gut

wenn man ihm jetzt die knochen bricht
und jetzt sein herz und hirn zersticht
weil man ihn liebt; den einen, selbstverdammten menschen
- in hate and fear of halting tension

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Camus und sein Winter

Vor wenigen Monaten fesselten mich schlechte Gedanen und tiefe Unzufriedenheit an eine unangenehme Lebenssituation. Das geht jetzt mehr und mehr vorbei. Ich habe in dieser Zeit ein wenig was gelernt - v.a. über die Herkunft von Entscheidungen, Sichtweisen und vermeintlichen Missgeschicken.

Meine Probleme hatten  oberflächlich viel mit dem Studium zu tun. Ich habe kaum gelernt, meine Tage am Computer verbraucht, jegliche Vorträge versaut und viele Seminare versäumt. All das nur aufgrund eines Gefühls: tiefsitzender Unsicherheit, die sich selbstverstärkend durch dauernde Misserfolge hochschaukelte.

Mir kam es vor, als wäre das Leben ein Minenfeld und ich müsse jeden Schritt, den ich tätige, vorher durch ewiges Grübeln absegnen. Ich kam nicht mehr von der Stelle, in keine einzige Richtung. Aus der Angst heraus, dass alles um mich herum unbetretbarer Boden wäre, blieb ich sitzen, isolierte mich von den Tänzern auf der Wiese und fürchtete mich unentwegt. Ich hatte aufgehört an mich zu glauben.

Vielleicht klingt das schrecklich, aber Selbstliebe ist wichtig für ein erfülltes Leben. Selbstliebe heißt nicht den Spiegel am Morgen nicht mehr aus den Augen lassen zu wollen. Selbstliebe hat auch nichts damit zu tun, dass man sich über andere stellt - Selbstliebe schließt sogar die Liebe zu anderen ein. Wenn man es schafft sich selbst mit all seinen “Fehlern” und Eigenheiten zu lieben, kann man auch alles um sich herum lieben. Das wiederum klingt esoterisch und abgehoben, aber diese Befreiung von schlechten Ansichten und Strafen, die man sich selbst auferlegt, eröffnet einem die Möglichkeit vielen Dingen verständnisvoller, ohne Wut, Zweifel, Enttäuschung oder anderen negativen Gefühlen entgegenzutreten. Die Gefühle, die wir mit uns selbst verbinden, bestimmen unsere Weltsichten, Entscheidungen und Handlungen. Jeden Morgen zu spät aus dem Bett kommen war und ist bei mir ein Zeichen von Unzufriedenheit und Ablehnung. Da ich z.B. Vorlesungen und Seminare gehasst habe - dort saßen all die Kommilitonen, denen ich nicht unter die Augen treten wollte; die “Guten” - , verschlief ich öfter mal oder ging viel zu spät schlafen. Jetzt, wenn ich mit Freunden zusammen lerne, habe ich keine Angst vor den Seminaren mehr, gehe gerne hin und komme nie zu spät. Und naja - Vorlesungen finde ich schlichtweg langweilig. Schlafen macht mehr Spaß!

Unser alltägliches Verhalten hat viel mit Tiefenpsychologie zu tun. Wenn etwas nicht gut läuft und es dich Tag für Tag niederschlägt, musst du dich dafür nicht schelten. Du musst dich hinsetzen und dich fragen: “Was passiert da mit mir? Wo kann ich mir nicht verzeihen? Welchen Charakterzug von mir möchte ich nicht akzeptieren?” Finde deine “Fehler” und liebe sie. Versuch sie nicht zu ändern, versuch dich - deine Einstellung - zu ändern und die Probleme, die mit dem vermeintlichen “Fehler” verbunden waren, werden verschwinden. Die letzten Monate stritt ich mich häufiger mit meinen Eltern. Das hat mich belastet. Ich dachte meine Eltern erwarten von mir große Leistungen. Das war reine Projektion. Ich habe Erfolge von mir selbst erwartet, nichts auf die Reihe bekommen und mich versteckt. Ich habe gelogen, dass alles gut läuft und weil es nicht so war hatte ich dabei ein schlechtes Gewissen und Angst, dass alles auffliegt. Jetzt, wo ich mir selbst verzeihen kann, dass ich kein Überflieger bin und sogar 2 Semester wiederholen muss, habe ich kein problematisches, gereiztes Verhältnis zu meinen Eltern mehr.

Ich fühle mich langsam wie ein Messias, wenn ich über das Geschriebene nachdenke, aber ich will diese Erfahrung einfach teilen: die meisten Probleme im Leben löst man, indem man mit sich selbst ins Reine kommt. Das geht natürlich nicht von jetzt auf morgen und auch nicht in jedem Lebensaspekt. Wenn man sich aber bei jedem Gedanken wie “ach scheiße, warum habe ich Volltrottel diesen Tag nicht effektiv gelernt?!” stoppt und die Perspektive ändert, dann wird man langsam aber sicher mit sich selbst und der Welt umgehen lernen. Auch in sich hineinhorchen und auf seine seelischen Wunden, an denen man unaufhörlich kratzt, ein Pflaster kleben und die Finger von der Stelle zu lassen, hilft. Wenn die Möglichkeit gegeben ist, positiv zu denken, den positiven Gedanken zu wählen. Das klingt kitschig, unrealistisch und naiv, aber wäre es haltlos, dann würde ich jetzt andere Saiten spielen.

Wer zur Zeit keinen Ausweg aus seiner Situation sieht, dem empfehle ich viel zu reden, schreiben, sich neutral mit sich selbst zu beschäftigen, Vertrauenspersonen seine Probleme zu offenbaren(auch wenn das für die manchmal sehr anstrengend ist - danke), auf einen sauberen Schnitt hinzuarbeiten (bei mir war es das Durchfallen durch die Semesterklausuren) und ab diesem sauberen Schnitt viel zu machen, worauf man Lust hat. Rausgehen, reisen, die Seele baumeln lassen, malen/musizieren/whatnot und alles, was einen belastet, zur Nebensache zu machen(z.B. bei mir das Studium als wichtigste Nebentätigkeit betrachten - aber nicht als den wichtigsten Teil meines Lebens). Mir persönlich hat auch das oberflächliche Lesen von Louise Hays “Gesundheit für Körper und Seele” geholfen, denn ich kannte vorher diese Perspektive der Selbstachtung nicht. Zwar habe ich all die Übungen etc. in diesem Buch nicht durchgeführt, der Grundgedanke half mir aber trotzdem weiter.

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Streit

Fragen ohne klare Antwort
Hallen in den Gängen wider.
Hallen ohne Antwort wider -
Immer wieder ungelöst.

Schuldig schweigt die Luft den Schreien
Ratlos ihre Wut entgegen.
Still und zornig, unbeachtet -
In Gedanken aufgelöst.

Hohe Drücke kochen Wasser,
Füttern Wolken an den Fronten.
Plötzlich: reinigender Regen -
Fragen, die der Sturm nur löst.

Tags: gedicht streit
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Was bleibt?

Jeden Tag geht hier - an meinem Wohnort - von Neuem die Sonne auf. Abends  geht sie dann wieder unter. Dann mache ich im Sommer die Gardinen auf, damit - sobald die Sonne wieder aufgeht - ich morgens leichter wach werde. Morgens liege ich dann im Bett und frage mich, wozu ich aufstehen soll. Jeder Morgen beginnt für mich variabel, endet aber in letzter Zeit immer häufiger mit einem Lehrbuch im Bett. Immer häufiger ertappe ich mich morgens beim Versuch nur wenige Stunden vor’m Pflichtseminar den 40-Seiten-Stoff für die Veranstaltung durchzulesen. Dabei schlafe ich dann meistens ein. 15 Minuten vor Seminarbeginn fahre ich dann auf meinem Zweirad los und sitze später 1 1/2 Stunden mit gesenktem Blick und Blasen im Kopf da, male Zacken auf Karos und denke beschämt: “Nächste Woche wird das anders.”

Am Ende des Seminars stehe ich dann vielleicht noch in einer kleinen Traube Menschen herum oder esse in der Mensa, schiebe mit jemandem mein Fahrrad nach Hause und tausche leere Worte aus. Ich sage Sachen, ohne an sie zu glauben. Automatisch. Ich mag das nicht. Dann fühle ich mich immer daran erinnert, dass das alles nichts bedeutet. Den Rest des Tages sitze ich in meiner Wohnung. Ich durchforste Websiten und E-Mails, Videos und Bilder, Texte und Audioeinträge und denke mir: “Später mal - wenn dieser Wahnsinn ein Ende hat - dann machst du was Interessantes.”

Durch die Gradinen scheint dumpfes, oranges Licht in die Wohnung. Allmählich verschwindet es. Ich gehe zu Bett, liege noch einige Stunden wach und frage mich: Wozu? “Für die Sicherheit”, lautet die klare Antwort. Aber was dann? Habe ich dann noch die Kraft, etwas an all dem zu ändern, was ich jetzt so am Leben hasse? Könnte ich jetzt was ändern? Ich habe es versucht und aufgegeben. Würde das anders sein, würde ich mich um 180 Grad wenden? Ich grüble mich in den Schlaf und obwohl mir nichts weh tut, kann ich nicht still liegen. Was bleibt mir vom Tag? Schuldgefühle und Gedanken an die Einsamkeit. Zweifel und Ängste. Was ist das für eine Sicherheit, auf die ich da hinarbeite? Bisweilen bricht bei mir auch die Erkenntnis durch, dass ich zum heutigen Zeitpunkt nur eine Gewissheit habe: Wenn das so weitergeht, bleibt mir nicht mal meine Gesundheit.

Die Wochen vergehen. Seit einem Jahr male ich Zacken auf Karos.

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Wann kommt der Sommer wieder?

Draußen schneiden Winde
Kalte Wunden in die Rinde
Eines Menschen. Ja, er lebt und doch
Stirbt jeden Tag ein Stück der ruhigen Wärme.
Still, verletzlich funkelt’s in der Ferne
Auf der Suche - hoffend noch

Dass die Rettung naht und wahrt,
Was der Welt entrissen schien. Hart
Regiert der kalte Winter. Sonnenlos
Stirbt Fried nach Freud und Eintracht weg.
Im weißen Schnee, inmitten farbenloser Schönheit wie ein Fleck,
Da liegt der Mensch, der eine - bloß

Bis auf die Haare, nackt und starr.
And’re steigen über ihn. Sie murmeln: “Undankbar!”
Der Mensch bleibt liegen - träumt vom Flieder.
Wärmt sich am Kalten. Es hat ihn nicht vertrieben,
Nachdem er Kleid und Haus verwarf. Er wollte nur das Leben lieben,
Und nun - am Boden - fragt er: “Wann kommt der Sommer wieder?”

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Vergangenheit und Zukunft

Ich lass diesen Eintrag hier, um später hoffentlich mal sagen zu können: “The dog days are over!”

Auch habe ich das Gefühl, dass das Thema, welches ich hier thematisieren will, sehr selten außerhalb von Selbsthilfeforen angesprochen wird. Oder aber es wird so oft auf eine banale, uninteressante Stufe gebracht, dass Web-2.0-Beiträge zu diesem Thema einfach ignoriert werden. Kevin Macdonald sprach im Rahmen seines Projektes “Life in a Day” darüber, dass die meisten Beiträge zum Film von jungen Mädchen stammten, die ihren Tag jammernd in einem Zimmer verbracht hatten. Nun, ich bin kein Mädchen, aber seit etwa 2 Jahren verbringe auch ich sehr viel Zeit allein in meiner Wohnung. Alles begann damals mit einer unvorhergesehenen Aufnahme in ein Studienfach mit hohem NC gleich nach dem Abi. Ein Glücksfall zu viel in meinem Leben.

Ich bin in meinem Leben nicht auf viel Widerstand gestoßen. Das hat wohl auch Auswirkungen auf den Charakter, meine ich. Ich bin faul und chaotisch geworden durch meine Glückssträhnen. Aber schlimmer noch: ich fühle mich, als hätte ich all meine Erfolge nicht verdient. Ich habe mal mit einer guten Freundin über das Thema geredet. Dieses Versagensgefühl. Sie hat ein Jahr später als ich mit dem Studium desselben Fachs begonnen. Zwischen Abi und Studium hat sie ein FSJ eingelegt. Nach jedem Testat und jeder Klausur fragte sie mich: “Und?”

Meine Antwort war dann meistens: “Ich habe bestanden, aber unverdient. Naja, Hauptsache es ist vorbei.” Erst kürzlich meinte sie dann nach einer mündlichen Prüfung zu mir: “Jetzt versteh ich, was du damals meintest. Es fühlt sich so an, als hätte ich es nicht verdient zu bestehen.”

Das klingt harmlos. In Wahrheit verbirgt sich hinter diesen Aussagen ein psychisches Konstrukt vergleichbar einem Jenga-Turm, bei dem gerade noch genug Steine den Zusammenbruch verhindern. Jeder Puster kann alles ins Wanken bringen. Der Puster kam bei mir dann Sommer letztes Jahr - familiäre Probleme von allen Seiten. Monatelang versuchte ich Lösungen für die Probleme zu finden, beruhigte jeden Abend meine Eltern am Telefon und war selbst völlig durcheinander. Bis Februar des nächsten Jahres tat ich kaum noch etwas für das Studium. Zuhause normalisierte sich die Situation wieder, aber in mir war alles leer. Ich schottete mich von allen ab, fühlte mich wie ein Versager - unfähig zu helfen und überfordert mit meinem Studium. Ich gewöhnte mich daran, tagelang am Computer zu verbringen. Dann wurden meine Freunde, Kommillitonen und meine Familie auf meine Verstimmungen aufmerksam, da das Studium hing und meine sonst gute Laune in Griesgrämerei umgeschwungen war. In den Semesterferien landete ich beim Psychiater. “Reaktive Depression”, meinte der. “Wollen Sie Johanniskraut?”, fragte er. Ich lehnte ab. Schließlich kann ich meine Probleme ja selbst lösen, dachte ich.

Neues Semester. Die Gewohnheiten setzen sich fort. Isolation,tagelang am Computer, Prokrastionation. Meine gute Freundin unternimmt so viel wie möglich mit mir und ich sehe zum ersten Mal, dass ich nicht der Einzige mit labiler Psyche bin. Ich tu noch immer nichts für’s Studium, aber die Schuldgefühle sind weg, und die waren die größte Belastung. Da ist kein Gefühl des Unglücklich-Seins mehr, kein Ohnmachtsgefühl, aber trotzdem diese Schwäche, diese Müdigkeit, als wäre ich aus dem Bett auf den Kopf gefallen. “Manchmal lag ich auf dem Boden und dachte mir es wäre schön einfach aufzuhören zu atmen”, meinte meine gute Freundin eines abends zu mir. Ich habe mir oft ausgemalt mir einen Insulin-Pen zu besorgen und ruhig einzuschlafen. Aber die Gedanken sind weg. “Wir waren es gewohnt, zu den Besten zu gehören” - so sprach meine gute Freundin ein weiteres Problem an, das ich lange nicht wahrhaben wollte. Ich bin kein Karrieremensch und gönne allen Menschen ihren Erfolg, aber ich habe nicht mit meinem eigenen Versagen umzugehen gelernt. Das hat mich dann im Studium zu Boden gebracht. Lange Zeit waren Träume jetzt Schäume für mich. Geträumt habe ich, aber nicht nach den Sternen gegriffen. Ich habe sie funkeln lassen. Aber jetzt langsam komme ich wieder auf den richtigen Weg.

Ich habe lange geglaubt einfach das flasche Fach erwischt zu haben. Jetzt weiß ich, dass es einfach wichtig ist zu reden. Sich verstanden zu fühlen. Zu verstehen, dass man nicht allein ist.

Mal sehen, vielleicht werde ich noch irgendwas nachwerfen, aber erstmal war’s das gewesen. Es tut einfach gut diesen Müll niederzuschreiben.